Digitale Hemmungen? Warum Klient:innen das online Systembrett sofort verstehen.

Als Therapeutin oder Coach kennst du das wahrscheinlich: Du möchtest während deiner Online-Sitzung kreative Techniken wie das online Systembrett einsetzen, doch es melden sich Zweifel: "Was, wenn mein Klient mit der Technik nicht klarkommt? Was, wenn wir die ersten 20 Minuten nur damit verbringen, Knöpfe zu suchen und der gesamte therapeutische Fluss verloren geht?"
Diese Sorge ist völlig normal. Wir arbeiten in einem Bereich, in dem die Verbindung zum Menschen das Wichtigste ist. Technik darf diese Verbindung niemals stören, sie darf sich nicht wie eine Barriere anfühlen.
Genau diese Gedanken hatte ich anfangs auch. Um genau zu sein, ist dies der Grund, warum ich beschlossen habe, Selfdimension zu entwickeln: Mit dem Ziel, dass eben genau dieser Stolperstein nicht existiert und der Klient intuitiv Figuren setzt - ohne große Erklärung. Die Erfahrung sollte dem physischen Brett so nahe wie möglich kommen.
Heute kann ich aus meiner Praxis-Erfahrung sagen: Die Sorge vor der Technik ist unbegründet.
Meine Erfahrung: Intuition schlägt Erklärungsbedarf
u meiner eigenen Überraschung und großen Freude konnte ich im Zuge meiner Arbeit selbst fasziniert beobachten, wie schnell und intuitiv meine Klient:innen mit dem digitalen Aufstellungsbrett arbeiten. Sobald das Brett über den Link geteilt ist, beginnt der Klient von sich aus, Figuren zu setzen.
Selbstverständlich leite ich den Prozess weiterhin an – mein Fokus liegt aber tatsächlich auf dem Prozess, nicht auf der technischen Erklärung. Mit Impulsen wie „Schau mal, ob die Größen so passen, oder ob manche Figuren vergrößert oder verkleinert werden müssen“ mache ich den Klienten ganz natürlich auf Funktionen aufmerksam, die für die Visualisierung gerade hilfreich sind.
Mein Fazit für deine Praxis
Lass dich nicht von der Sorge um die Technik ausbremsen. Deine Klienten sind oft viel anpassungsfähiger, als wir denken - besonders dann, wenn wir ihnen Werkzeuge an die Hand geben, die sich selbst erklären. Der Raum für tiefe, systemische Arbeit entsteht nicht durch komplexe Software, sondern durch Einfachheit.
Probier es einfach in deiner nächsten Sitzung aus und beobachte, was passiert. Du wirst überrascht sein, wie schnell die Technik in den Hintergrund tritt und die eigentliche Arbeit beginnen kann.